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Rezension – „Jetzt“

von Morris Gleitzman, 208 Seiten, € 9,99
ISBN 978-3-551-31129-0

Kurzbeschreibung:
Felix hat den Krieg überstanden und lebt seit vielen Jahren in Australien. Als seine Enkelin Zelda für eine Weile bei ihm wohnt, werden in Felix schmerzhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit und die Flucht vor den Nazis wach. Doch dann bricht ein gewaltiges Buschfeuer aus. Felix und Zelda durchleben große Angst, erfahren aber auch, was Zusammenhalt und Liebe bewirken können. Und am Ende wissen beide: Trotz allem, was war, und bei allem, was kommt – das Leben ist schön. (Quelle:https://www.carlsen.de/softcover/jetzt/17214)

Cover:
Auf dem Cover sieht man zunächst ein großes Buschfeuer und 2 Personen, die sich durch dichten Rauch kämpfen. Diese zwei Personen sollen wohl Zelda und ihren Großvater Felix darstellen. Ein Teil des „Judensterns“ ist auch noch zu sehen und lässt so nicht vergessen, dass in „Jetzt“ auch der Nationalsozialismus und die Judenverfolgung behandelt wird. Das Cover finde ich sehr passend und es spiegelt den Inhalt des Buches wieder.

Der erste Satz:
Jetzt, endlich.

Meine Meinung:
Der Klappentext von „Jetzt“ verspricht zuerst einmal nicht viel und so war ich positiv überrascht. In dem Buch wird eine wunderbare Geschichte über Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt erzählt. Felix und Zelda erleben spannende und packende Abenteuer, bis am Ende klar ist: Wer wahre Freunde hat und an sich glaubt, kann alles schaffen.

Der Schreibstil von „Jetzt“ ist zunächst ungewöhnlich. Die Sätze sind kurz und etwas abgehackt, aber man gewöhnt sich schnell daran. Durch die nicht sehr detaillierte Erzählweise ist das Buch aber auch schnell und locker zu lesen. Trotzdem fiebert man total mit der Geschichte mit und ich habe das Buch förmlich verschlungen.

Über den Hauptcharakter Zelda erfährt man nicht viel, aber schon bald hat man das kleine Mädchen lieb gewonnen. Zelda ist noch kindlich und etwas naiv, aber auf der anderen Seite auch herrlich unschuldig. Man möchte sie immer wieder vor ihren Missgeschicken und den schlimmen Erlebnissen beschützten. Zelda muss trotz ihrem jungen Alter schon viel erwachsener sein, als andere Kinder. Ihre Eltern leben weit weg in Afrika und von ihren Mitschülern wir sie gehänselt. Zeldas einzigste Freunde sind ihr Großvater Felix und der liebenswerte Hund Jumble. Felix ist ein großartiger Opa für Zelda und trotzdem haben die beiden immer wieder mit der Vergangenheit von Felix zu kämpfen. Hier sollte man sich aber nicht zuviel versprechen, denn der Nationalsozialismus wird nur am Rande behandelt. Felix redet nicht gerne über seine Erlebnisse und Zelda braucht einige Zeit um hinter seine Geheimnisse zu kommen. Vieles kann Zelda auch noch nicht wirklich verstehen, aber sie gibt sich viel Mühe, um Felix zu trösten und aufzuheitern.

Zelda und ihr Großvater haben auch ein wirklich großartiges Verhältnis zu einander. Felix versteht Zelda und ihre Probleme immer. Er nimmt sie ernst und die beiden pflegen eine tiefe Freundschaft. Großvater und Enkelin halten in allen Situationen zusammen und bekämpfen ganz alleine ein großes Buschfeuer.

Die Stimmung ist in diesem Buch einfach toll. Der Autor hat genau die richtige Mischung zwischen nachdenklichen und andererseits auch lebensfrohen Momenten gefunden. „Jetzt“ unterhält den Leser nicht nur, nein, es gibt ihm auch wichtige Dinge mit und regt zum Nachdenken an.

Fazit:
„Jetzt“ ist ein großartiges Buch zum Thema Freundschaft und Zusammenhalt. Durch die spannende und lockere Erzählweise ist es auch für jüngere Leser geeignet.

 

Ich gebe „Jetzt“ 5 von 5 Leselupen.

 

 

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